Chartarten und deren Konstruktion – Linien- und Barchart

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In den kommenden Blogartikeln werde ich auf die unterschiedliche Darstellung von Kursverläufen eingehen und die meist genutzten Chartarten und deren Besonderheiten erläutern. Die größte Beachtung finden Linien-, Balken-, Candlestick- und Point & Figure-Charts. Bei den drei erstgenannten Chartarten kann die Kursskala zudem arithmetisch oder logarithmisch dargestellt werden. Da die logarithmische Darstellung nur für die Kursskala und nicht für die Zeitskala gewählt werden kann, ist hin und wieder von einer (halb-)logarithmischer Darstellung der Kursverläufe zu lesen. Bei der arithmetischen Darstellung entsprechen gleiche Kurseinheiten gleichen Abständen. Bei der logarithmischen Darstellung entsprechen gleiche prozentuale Kursänderungen gleichen Abständen im Chart. Logarithmische Darstellungen bieten bei langfristigen Analysen Vorteile.

Linienchart:
Bei den Liniencharts werden ausschließlich die Schlusskurse dargestellt und miteinander verbunden. Informationen zum Eröffnungs-, Hoch- und Tiefkurs werden nicht berücksichtigt. Anhängern von Charles Dow genügt diese Darstellung, da Charles Dow den Schlusskurs als den wichtigsten Kurs des Tages bezeichnete. Diese Darstellung findet ihre Anwendung oft bei langfristigen Analysen. Konstruktionsbedingt gehen Kurslücken in der Darstellung verloren. Trendlinien, Trendkanäle, Unterstützungen und Widerstände können auch bei dieser Chartart eingezeichnet werden, eben nur auf Schlusskursbasis. Im folgenden Beispiel finden Sie eine langfristige und logarithmische Darstellung des Dax. Die Zeitskala ist auf Monate eingestellt.

Linienchart

 

Barchart oder Balkenchart:
Diese Darstellung liefert Ihnen mit jedem Bar sechs Informationen auf einen Blick. Sie finden den Eröffnungs-, Höchst-, Tiefst-, und Schlusskurs. Oft werden diese mit den Buchstaben OHLC abgekürzt. Diese Abkürzung leitet sich aus dem Englischen ab und steht für Open, High, Low und Close. Open und Close werden jeweils mit einem kleinen waagrechten Strich dargestellt, wobei der linke Strich den Eröffnungskurs und der rechte Strich den Schlusskurs darstellt. Die fünfte Information ist die Kursspanne (Range), welche die Differenz zwischen dem Höchst- und Tiefstkurs darstellt. Die sechste Information, die Sie aus der Darstellung ablesen können, ist die Kursentwicklung innerhalb eines Bars. Liegt der linke Strich unter dem rechten Strich, ist der Kurs gestiegen. Liegt der linke Strich über dem rechten Strich, dann ist der Kurs gefallen. Durch eine unterschiedliche Farbgebung (hier grün und rot) kann sogar eine siebte Infomation generiert werden. Ist der aktuelle Bar grün, bedeutet das, dass der Schlusskurs über dem Schlusskurs des letzten Bar liegt. Ist der aktuelle Bar rot, dann liegt der Schlusskurs unter dem Schlusskurs des letzen Bar.

Barchart

 

Peter D.
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