Eine Theorie zum Börsenjahr 2015 – 7 Jahre Zyklus

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euroIn einen meiner letzten Blog-Beiträge hatte ich darauf hingewiesen, dass ich einen Artikel zum Ausblick für das Börsenjahr 2015 schreiben werde. Dabei möchte ich auf einen möglichen 7 Jahre Zyklus eingehen, der sich im kommenden Jahr erneut wiederholen kann. In den letzten Monaten ist immer wieder davon zu lesen, dass eine größere und nachhaltige Korrektur an den Börsen erwartet wird und mit jedem Korrekturansatz wie im März, Juli oder September 2014 wird die nachhaltige Korrektur ausgerufen, jedoch ist nach wenigen Wochen der alte Punktestand wieder erreicht bzw. übertroffen. Jedoch sind es genau diese Volatilitäten, die eine anhaltende Korrektur durchaus einläuten können. Wann kommt die nachhaltige Korrektur nun wirklich? Ehrlich gesagt, kann das wohl niemand mit Sicherheit vorhersagen und wer behauptet, dass er oder sie es kann, dem schenke ich keinen Glauben. Damit sind die folgenden Überlegungen ebenfalls nur mögliche Szenarien, auf die ich aufmerksam machen möchte. Meine Überlegungen gründen auf Ereignisse, die in einem 7 Jahre Zeitzyklus stattfanden.

1973 – Erste Ölkrise

  • Ölembargo durch die OPEC in Verbindung mit der hohen Staatsverschuldung der USA aufgrund des Vietnamkrieges führten in eine Wirtschaftskrise

1980 – Zweite Ölkrise

  • hauptsächlich durch den Krieg zwischen Irak und den Iran ausgelöst, verursachte diese Krise eine Rezession in Deutschland und brachte eine Schuldenkrise in mehreren Entwicklungsländern hervor

1987 – Handelsdefizit und Inflation in den USA

  • Börsencrash am 19. Oktober (der sog. Schwarze Montag) an dem die Kurse um 20% einbrachen. Es folgte Unsicherheit und Vertrauensverlust zum USD. Der US-Markt benötigt ca. 15 Monate um sich vom Börsencrash zu erholen.

1994 – Tequila-Krise

  • Vertrauenskrise in der mexikanischen Währung. Viele ausländische Investoren entzogen dem Peso das Vertrauen, als die mexikanische Regierung nicht mehr in der Lage war, die Kopplung am USD aufrecht zu erhalten. Sowohl die USA als auch der IWF und die Weltbank mussten milliardenschwere Hilfspakete schnüren, um den Zusammenbruch von Großbanken und Investmentfonds zu verhindern. Zudem lag eine Konjunkturschwäche in den USA und Deutschland vor.

2001 – 9/11

  • Terroranschläge in New York

2008 – Immobilienkrise, Finanzkrise und Rezession

  • Diese Krise begann in 2007 mit der US-Immobilienkrise, welche zu dramatischen Verlusten und Insolvenzen in der Finanzbranche führte. Der Börsencrash erfolgte in 2008, welcher u.a. Lehman Brothers im September in den Konkurs führte.

2015 – ??? Rückkehr der Finanz- und Wirtschaftskrise 2.0 ???

  • Die Staatsverschuldung der großen Euro-Länder Frankreich, Italien und Spanien hat sich weiter verschärft. Die Arbeitslosenquoten sprechen dafür, dass die Unruhen in diesen Ländern weiter zunehmen werden. Spannend bleibt auch die Lage und die weitere Entwicklung in Griechenland.
  • Ende Januar wir der EZB-Rat darüber beraten, Staatanleihen maroder Staaten zu kaufen. Dieses Vorgehen wird von Hr. Draghi favorisiert, um die Inflation im Euroraum anzuheizen. Letztendlich ist bekannt, dass bei einem Parteienwechsel in machen dieser Staaten (z.B. Frankreich, Italien und Griechenland) eine Umschuldung der Staatsverbindlichkeiten angekündigt wurde. D.h. die restlichen Eurostaaten würden somit das Risiko tragen, sehr viel Geld zu verlieren.
  • Die Auswirkungen bei der möglichen Einführung von Eurobonds auf die Interessen der großen Investoren können aktuell nicht abgeschätzt werden.
  • Die niedrige Inflation (0,3%) im europäischen Wirtschaftsraum kann in eine Deflation übergehen und zu einer Stagnation in der wirtschaftlichen Entwicklung führen.
  • Die Entwicklung im Ukrainekonflikt und vor allem die m.E. bewusst und gezielt herbei geführte Situation in Russland können zu einer weltweiten Krise der Finanzmärkte beitragen. Der Verfall des Rubels und der niedrige Ölpreis können der russischen Wirtschaft das Genick brechen und ebenfalls Unruhen im Land auslösen. Die OPEC hält an der Ölfördermenge fest, obwohl die weltweite Nachfrage rückläufig ist. Für Russland sind die Energien eine wichtige Einnahmequelle und man beachte, dass die Gaspreise am Ölpreis gekoppelt sind.

Unabhängig davon, ob die o.g. Szenarien eintreffen und einen Börsencrash oder eine länger anhaltende Korrektur einläuten oder auch nicht, rechne ich im kommenden Jahr ebenfalls mit starkem Volatilitätsverhalten an den wichtigen Börsenplätzen der Welt.

Allen Lesern wünsche ich weiterhin frohe Weihnachten und einen guten Rutsch in neue Jahr.
Peter D.

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