DAX – Rückblick KW10 und Ausblick KW11

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KW10 DAX WochenchartRückblick und Fakten:
Der DAX notiert am Ende der abgelaufenen Handelswoche bei 11.551 Punkten. Das entspricht im Wochenvergleich einem Kursgewinn von 149 Punkten (+1,3%). Der Bruch der 11.000 Punkte-Marke in der KW07 konnte in den Folgewochen nachhaltig bestätigt werden. Das neue ATH wurde bei 11.600 Punkte markiert und die Höhe des Wochenschlusskurses feierte das achte mal in Folge Premiere. Während diesen acht Wochen konnte der DAX 1.902 Punkte (+19,7%) zulegen. Dieser Hype wurde durch die Gerüchte zu den Anleihenankäufen der EZB ausgelöst und erreichte seinen Höhepunkt, als die Gerüchte zur Realität wurden. Die Wochenkerze weist eine Range von 407 Punkten auf und konnte nahe dem Wochenhoch schließen. Das Kursziel von 11.100 Punkten, welches sich auf Basis der Handelsspanne (1.100 bis 1.200 Punkte) der ehemaligen einjährigen Seitwärtsbewegung ermittelte, wurde in den letzten beiden Wochen bereits um 500 Punkte überschritten. Sie können erkennen, dass sich der Index in einem Trendkanal bewegt und der Kurs an der Kanal- bzw. Rückkehrlinie angelangt ist. Ich erwarte, dass sich diese Kanallinie als Widerstand darstellen wird und nicht ohne Weiteres überwunden werden kann. D.h. nicht, dass die Kurse nicht weiter steigen können! Weder die Krisensituation in der Ukraine, noch die Schuldenproblematik in Griechenland und anderen europäischen Staaten können den DAX momentan auf seine Reise Richtung Norden stoppen. Der sekundäre Aufwärtstrend mit dem Tief im Oktober ist klar aufwärts gerichtet und hat sich erneut beschleunigt. Das Dead Cross der beiden SMAs 10 und 40 konnte in der letzten Handelswoche des Jahres 2014 in ein Golden Cross umgewandelt werden und hat bei der aktuellen Performance selbstverständlich weiterhin Bestand. Beim Trendfolgeindikator MACD und vom SlowStochastik-Oszillator stehen die Ampeln weiterhin auf grün. Für mittel- bis langfristige Investoren sind das wichtige und positive Signale vom Markt.

 

KW10 DAX TageschartIm laufenden sekundären Aufwärtstrend (mit dem Tief im Oktober 2014) ist im Tagescharts deutlich zu erkennen, dass sich der Kurs im Trendkanal und an der Kanallinie weiter nach oben bewegt. Die Kanallinie wurde bereits mehrfach angelaufen und stellt sich somit als Widerstand dar. Seit dem Ausbruch (Mitte Januar) aus dem symmetrischen Dreieck (Fortsetzungsformation) hat die Beschleunigung des Tertiärtrends eingesetzt, die sicherlich durch die Entscheidung der EZB mitgetragen wird. Das Triple Cross Over-System (SMA20, SMA50 und SMA200) bestätigt den Aufwärtstrend nach wie vor. Ein weiteres Signal, auf das mittel- und langfristige Anleger achten. Das kleine Dreieck (bzw. Keil), welches sich über die letzten Handelswochen bildete, konnte vor zwei Wochen nach oben aufgelöst werden und seitdem beschleunigte sich der Aufwärtstrend erneut. Auch hier sendet die Markttechnik vom Trendfolgeindikator MACD und der SlowStochastik weiterhin Kaufsignale. Swingtrader mit Longpositionen sollten den Stopp Loss zur Gewinnabsicherung auf 11.180 Punkte nachziehen. Im Point&Figure-Chart (Stundenchart, Boxgröße = 0,5%, Reversal = 3) konnte das in der KW08 geformte Dreifachtop nachhaltig überwunden werden und das Kurziel mit 11.242 Punkte wurde abgearbeitet. Die letztwöchige zweitägige Korrektur führte im P&F-Chart zu einem neuen Doppeltop, welches mit dem Überschreiten der 11.469 Punkte-Marke ebenfalls nach oben aufgelöst wurde. Das Doppeltop erfährt aktuell bei 11.242 Punkte seine Unterstützung, welche mit dem Unterschreiten der 11.182 Punkte-Marke (passt hervorragend zum StoppLoss im Kerzenchart auf Tagesbasis) seine Gültigkeit verlieren kann. Auf der Longseite ist das nächste Kursziel bei 11.642 Punkte auszumachen. Aktuell ist keine Schwäche im DAX zu erkennen und die Kurse könnten in der kommenden Handelswoche erneut durch einige interessante Wirtschaftsdaten beflügelt werden.

KW10 DAX Stundenchart P&F

 

KW10 DAX StundenchartAusblick und Timing für Trader:
Ausblicke und Prognosen sind immer in Wenn/Dann-Szenarien zu betrachten und finden bei meinen Betrachtungen ihre Relevanz auf Schlusskursbasis im Stundenchart. Alle folgenden Szenarien finden ihre Gültigkeit und Umsetzung nur dann, wenn die Kriterien auf Schlusskursbasis im Stundenchart zutreffen!
Im Stundenchart können Sie die Aufwärtsbewegung und die zweitägige Korrekturbewegung der letzten Woche gut nachvollziehen. Der Aufwärtstrend wird durch das Triple Cross Over-System (SMAs 8, 21 und 42) bestätigt, welches weiterhin Kaufsignale sendet. Die Unterstützungen im kurzfristigen Bereich liegen bei 11.480, bei der Kurslücke (11.410 bis 11.390) und bei 11.180 Punkten und das ATH stellt den Widerstand dar. Die Indikatoren der Markttechnik senden noch keine Warnsignale, haben jedoch damit begonnen, Abwärtstendenzen einzuschlagen. Anhand von Support- und Resistanceansätzen lassen sich folgende Tradingszenarien ableiten:
Steigt der DAX über 11.610 Punkte, können Long-Trader ihre Positionen platzieren bzw. können bereits gehaltene Long-Positionen aufgestockt werden.
Aggressive Shorttrader können erste Positionen unter 11.480 Punkte platzieren und ihre Positionen unterhalb der Kurslücke aufstocken. Weniger mutige Shorttrader lassen sich den Einstieg zusätzlich durch ein vorläufiges Verkaufssignal im Triple Cross Over-System (SMA8 < SMA21) bestätigen.
Ausblick und Timing richten sich an Swing- und Daytrader. Die genannten Tradingszenarien beziehen sich auf die Schlusskursbasis im Stundenchart. Die komplette Analyse bezieht sich auf die Schlusskursbasis der Xetra-Kurse. Beobachten Sie die Entwicklung an den Märkten und traden Sie zunehmende Wahrscheinlichkeiten, unabhängig ob long oder short!

 

Peter D.
Traden Sie was Sie sehen, nicht was Sie denken!

Die hier vorgestellten Kommentare und Marktanalysen sind keine Beratung oder Wertpapierdienstleistung im Sinne des Wertpapierhandelsgesetzes und stellen keine Handlungsempfehlung zum Kauf oder Verkauf jeglicher Art von Wertpapieren oder Derivaten dar. Für eventuell entstehende finanzielle Schäden wird keine Haftung übernommen. Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Analyse nicht investiert.

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