DAX – Rückblick KW51 und Ausblick KW52

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DAX - Woche KW51Rückblick und Fakten:
Der DAX notiert am Ende der abgelaufenen Handelswoche bei 10.608 Punkten. Das entspricht im Wochenvergleich einem Kursgewinn von 268 Punkten (+2,6%). Die Wochenkerze weist eine Range von 707 Punkten auf. Die sekundäre Abwärtstrendlinie konnte erneut nicht zurückgewonnen werden. Der Ausbruch in der KW47/48 bleibt somit ein klarer Fehlausbruch. Die Trendumkehr ist damit gescheitert, denn das Zwischenhoch bei 11.802 Punkte konnte nicht überwunden werden. Der Index fand am 62%-Fibonacci-Retracement der letzten Aufwärtsbewegung seine Unterstützung und die FED-Sitzung vom Mittwoch half den DAX auf die Sprünge. Neben der Abwärtstrendlinie konnte auch der SMA10 nicht auf Schlusskursbasis überwunden werden. Die in der KW43 eingeleitete Jahresendrally ist erneut ins Stocken geraden. Die entscheidende Unterstützung stellt die 9.300 Punkte-Marke dar, die beim Unterschreiten rasant fallende Kurse herbeiführen kann. Das Golden Cross der beiden SMAs (10 und 40) wurde in der KW36 aufgelöst und in ein Dead Cross umgewandelt. Der Trendfolgeindikator MACD steht unmittelbar vor der Ausbildung eines Verkaufssignals, welches beim SlowStochastik bereits vorliegt.


DAX - Tag KW51Im Tageschart ist die beschleunigte Abwärtstrendlinie (August bis September = gestrichelt) am linken Bildrand zu erkennen. Diese Trendlinie konnte in der KW41 mit einer nach oben gerichteten Kurslücke überwunden werden. Am Top des anschließenden Kursanstiegs hat sich Anfang Dezember eine bearishe Umkehrformation in Form eines Three Outside Down (gelbes Rechteck) ausgebildet, welches am Folgetag mit einer langen schwarzen Kerze und steigenden Volumen seine Bestätigung fand. Dieser Tag fiel mit der EZB-Sitzung zusammen, deren Aussagen als Enttäuschung eingestuft wurden. Der Kurs fiel unter die bestätigte Aufwärtstrendlinie und unter die mittelfristige Abwärtstrendlinie zurück. Die Korrektur endete am letzten Montag nahezu punktgenau am 62%-Fibonacci-Retracement der letzten Aufwärtsbewegung. Bereits am Dienstag kündigte die lange weiße Kerze an, dass die Kurse mit dem Zusammenhang der anstehenden FED-Sitzung mit hoher Wahrscheinlichkeit ansteigen werden (Blended Candle => kann hier nochmal nachgelesen werden). Der anschließende Versuch der Bullen scheiterte am Donnerstag erneut an der bestätigten Abwärtstrendlinie. Die Abwärtstrendlinie und der SMA50 stellen zusammen die Widerstände dar. Das Triple Cross Over-System (SMA20, SMA50 und SMA200) hat in der KW44 ein vorläufiges Kaufsignal generiert, indem der SMA20 den SMA50 von unten nach oben kreuzte, jedoch hat der SMA20 begonnen nach unten abzudrehen. Das Dead Cross vom SMA50 und SMA200 wurde in der KW36 generiert und ist weiterhin aktiv. Die Abwärtsbewegung wird vom Trendfolgeindikator MACD bestätigt. Die Korrektur der KW49/50 wurde durch die Divergenz (das Kurshoch Anfang Dezember wurde vom Oszillator nicht bestätigt) im RSI angekündigt. Im Point&Figure-Chart (Stundenchart, Boxgröße = 0,5%, Reversal = 3) konnten zwei ausgebildete Doppeltops (KW41 und KW44) nach oben aufgelöst werden und die Kursziele bei 11.469 und 12.992 Punkte wurden aktiviert. Das erste Kursziel wurde bis auf 38 Punkte angelaufen, anschließend setzte die Korrektur in KW49 ein. Durch das Unterschreiten der 10.748 Punkte-Marke wurde das Kursziel mit 9.680 Punkten auf der Shortseite aktiviert, welches durch den Bruch der Unterstützung bei 10.589 Punkten an Relevanz gewonnen hat. Die o.g. entscheidende Unterstützung bei ca. 9.300 Punkten ist im P&F-Chart ebenfalls deutlich zu erkennen. In der kommenden Handelswoche können die Kurse erneut durch einige interessante Wirtschaftsdaten beeinflusst werden. Neben dem wöchentlichen „DAX – Rückblick und Ausblick“ erstelle ich seit Anfang 2015 eine Umfrage zur DAX-Performance für die kommende Handelswoche. Ich würde mich freuen, wenn Sie sich die Zeit nehmen und an der
DAX – Performance-Umfrage für die kommende Woche teilnehmen.

DAX - Stunde P+F KW51

 

DAX - Stunde KW51Ausblick und Timing für Trader:
Ausblicke und Prognosen sind immer in Wenn/Dann-Szenarien zu betrachten und finden bei meinen Betrachtungen ihre Relevanz auf Schlusskursbasis im Stundenchart. Alle folgenden Szenarien finden ihre Gültigkeit und Umsetzung nur dann, wenn die Kriterien auf Schlusskursbasis im Stundenchart zutreffen!
Im Stundenchart können Sie die Kursbewegungen der letzten beiden Handelswochen gut nachvollziehen. Die Korrektur der beschleunigten Abwärtsbewegung endete am Kreuzwiderstand der lang- und kurzfristigen Abwärtstrendlinie und das Triple Cross Over-Systems (SMA8, SMA21 und SMA42) weist erneut ein vorläufiges Verkaufssignal aus. Anhand von Support- und Resistanceansätzen lassen sich folgende Tradingszenarien ableiten: Steigt der DAX über 10.750 Punkte, können erste aggressive Longpositionen platziert werden, wenn das Signal vom Trendfolgeindikator MACD bestätigt wird. Das deutlich zuverlässigere Longsignal entsteht, wenn der Index das letzte Zwischenhoch übersteigt und einen Stundenschlusskurs über 10.840 Punkte markiert, denn dann setzt er sich auch von den beiden Abwärtstrendlinien ab. Fällt der Index hingegen unter 10.490 Punkte, können neue Shortpositionen platziert werden bzw. können bereits gehaltene Shortpositionen aufgestockt werden. Ausblick und Timing richten sich an Swing- und Daytrader. Die genannten Tradingszenarien beziehen sich auf die Schlusskursbasis im Stundenchart. Die komplette Analyse bezieht sich auf die Schlusskursbasis der Xetra-Kurse. Beobachten Sie die Entwicklung an den Märkten und traden Sie zunehmende Wahrscheinlichkeiten, unabhängig ob long oder short!

 

Peter D.
Traden Sie was Sie sehen, nicht was Sie denken!

Die hier vorgestellten Kommentare und Marktanalysen sind keine Beratung oder Wertpapierdienstleistung im Sinne des Wertpapierhandelsgesetzes und stellen keine Handlungsempfehlung zum Kauf oder Verkauf jeglicher Art von Wertpapieren oder Derivaten dar. Für eventuell entstehende finanzielle Schäden wird keine Haftung übernommen. Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Analyse nicht investiert.

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