DAX – Rückblick KW18/2016 und Ausblick KW19/2016

DAX - Woche KW1816Rückblick und Fakten:
Der DAX notiert am Ende der abgelaufenen Handelswoche bei 9.870 Punkten. Das entspricht im Wochenvergleich einem Kursverlust von 169 Punkten (-1,7%). Der sekundäre Abwärtstrend hatte sich nach dem Fehlausbruch in der KW(47/48)/15 beschleunigt und hat nach einem weiteren Fehlausbruch (EMA200 und SMA200) auf der Unterseite in der KW06/16 ein neues Jahrestief bei 8.699 Punkten markiert. Erst die langfristige logarithmische Trendlinie (Tiefpunkte 2009/2011) bot die finale Unterstützung. Die Kerze der abgelaufenen Handelswoche weist eine Range von 417 Punkten auf. Der Schlusskurs der schwarzen Wochenkerze konnte sich über dem 38%-Fibonacci-Retracement retten. In der letzen Ausgabe habe ich auf die Blended Candle der letzten beiden Handelswochen hingewiesen, welche die Charakterzüge eines Shooting Stars aufwies. Letztendlich wurde der Shootingstar bestätigt und der Schlusskurs liegt unter dem Tief der letzten beiden Wochenkerzen. Die Blended Candle der letzten drei Wochenkerzen weist nun Charakterzüge eines Three Inside Down auf. Per Definition stellt die Konstellation jedoch kein exaktes Three Inside Down dar, da kein bearishes Harami vorlag! Der SMA20 bildet sowohl mit dem SMA50 als auch mit dem SMA100 ein Dead Cross. Übergeordnet befindet sich der DAX weiterhin im Abwärtstrend.

DAX - Tag KW1816Im Tageschart hat sich am Top (Anfang Dezember 2015) der letzten großen Aufwärtsbewegung eine bearishe Umkehrformation in Form eines Three Outside Down (gelbes Rechteck) ausgebildet, welches am Folgetag mit einer langen schwarzen Kerze und steigendem Volumen seine Bestätigung fand. Der Kurs fiel unter die bestätigte Aufwärtstrendlinie (schwarz gestrichelt) und unter die mittelfristige Abwärtstrendlinie zurück. Die Korrektur endete nahezu punktgenau am 62%-Fibonacci-Retracement der letzten Aufwärtsbewegung (das Retracement ist aus Übersichtsgründen nicht mehr im Chart eingezeichnet). Die anschließende Kurserholung endete zum Jahresende 2015 erneut an der mittelfristigen Abwärtstrendlinie. Zum Jahresauftakt folgte die Ernüchterung und der Index hinterlässt eine deutliche Kurslücke (rotes Rechteck), die selbst im Wochenchart zu finden ist. Bereits am ersten Handelstag wurde das Zwischentief bei ca. 10.400 Punkten (22.12.2015) auf Schlusskursbasis unterschritten. Mit der Unterschreitung des Tiefs bei 10.123 Punkten (14.12.2015) hatte sich ein vorläufiger und beschleunigter Abwärtstrend ausgebildet. Der Kursanstieg, der auf das Zwischentief bei 9.315 Punkten folgte, endete punktgenau am 38,2%-Fibonacci-Retracement (9.905 Punkte), das ebenfalls aus Übersichtsgründen nicht mehr im Chart eingezeichnet ist. Der Anstieg erreichte die Trendkanallinie nicht und konnte somit als Zeichen der Stärke des beschleunigten Abwärtstrends gewertet werden. In der KW06/16 rutschte der DAX unter die Rückkehrlinie seines Abwärtstrends und fand erst bei der 8.700 Punkte-Marke seine Unterstützung.

Seit dem Tief im Februar bewegt sich der DAX im aufwärts gerichteten Trendkanal. Zum Beginn der abgelaufenen Handelswoche wurde der Index erneut vom EMA200 und SMA200 ausgebremst. Am Mittwoch erfolgte die Unterschreitung des SMA100, SMA50 und der Trendlinie des Trendkanals, die bis dato als Unterstützung dienten. Am Freitag wurde die Kurslücke geschlossen und anschließend setzte am Nachmittag die Kurserholung ein, die den DAX über dem SMA100 schließen lies. Trotz der Kursverluste konnten beide Golden Cross (SMA20/SMA50) und (SMA20/SMA100) ausgebaut werden und der SMA50 hat ein Golden Cross mit dem SMA100 hervorgebracht. Die Unterstützung stellt das Tief vom Freitag dar. Die Widerstände sind an der Trendkanallinie des Trendkanals, der abwärts gerichteten Trendlinie und an den darüber liegenden EMA200 und SMA200 auszumachen. Der Trendfolgeindikator MACD bestätigt die Abwärtsbewegung, jedoch scheint der SlowStochastik zu drehen. Hinweis: Der Kurs befindet sich an seiner aufwärts gerichteten Trendkanallinie. Eine Regel für Trendfolger lautet: „In einem Aufwärtstrendkanal werden an der Rückkehrlinie keine Shortpositionen eröffnet, sondern Longpositionen beim Rücklauf an die Trendlinie des Kanals.“ Ich bin gespannt wie das Smart Money zum Beginn der Woche damit umgehen wird.
Im Point&Figure-Chart (Stundenchart, Boxgröße = 0,5%, Reversal = 3) konnte das ausgebildete Doppeltop der KW41/15 nach oben aufgelöst werden und das Kursziel bei 11.469 Punkten wurde aktiviert. Das Kursziel wurde bis auf 38 Punkte angelaufen und anschließend setzte die Korrektur in der KW49/15 ein. Durch das Unterschreiten der 10.748 Punkte-Marke (KW49/15) wurde das Kursziel mit 9.680 Punkten auf der Shortseite aktiviert, welches durch den Bruch der Unterstützung bei 10.589 Punkten an Relevanz gewonnen hatte. Diese Kursmarke wurde in der KW02/16 erreicht und selbst die beiden Kursziele im Bereich von 8.900 Punkten wurden in der KW06/16 abgearbeitet. Auf der Longseite wurde das Kursziel bei 10.432 Punkten in der KW16 erreicht, nachdem das Mehrfachtop bei 10.074 Punkten erfolgreich überwunden werden konnte. Die Kursverluste in der KW17 haben das Shortziel bei 9.680 Punkte hervorgebracht.
In der kommenden Handelswoche können die Kurse erneut durch einige interessante Wirtschaftsdaten beeinflusst werden. Neben dem wöchentlichen „DAX – Rückblick und Ausblick“ erstelle ich eine Umfrage zur DAX-Performance für die kommende Handelswoche. Ich würde mich freuen, wenn Sie sich die Zeit nehmen und an der
Umfrage für die kommende Handelswoche teilnehmen.

DAX - Stunde KW1816 P+F

 

DAX - Stunde KW1816Ausblick und Timing für Trader:
Ausblicke und Prognosen betrachte ich in Wenn/Dann-Szenarien und finden bei meinen Einschätzungen ihre Relevanz auf Schlusskursbasis im Stundenchart. Alle folgenden Szenarien finden ihre Gültigkeit und Umsetzung nur dann, wenn die Kriterien auf Schlusskursbasis im Stundenchart zutreffen!
Im Stundenchart können Sie die Kursbewegungen der letzten drei Handelswochen nachvollziehen. Die Abwärtsbewegung aus der Vorwoche hat sich beschleunigt und deutlich von der tertiären, abwärts gerichteten Trendlinie entfernt. Das Triple Cross Over-System weist weiterhin ein bestätigtes Verkaufssignal aus. Anhand von Support- und Resistanceansätzen lassen sich folgende Tradingszenarien ableiten: Steigt der DAX über 9.930 Punkte, können erste Longpositionen platziert werden. Das Signal sollte vom Triple Cross Over-System mit einem vorläufigen Kaufsignal bestätigt werden. Fällt der Index hingegen unter 9.720 Punkte zurück, können Shortpositionen erneut lukrative Alternativen darstellen. Ausblick und Timing richten sich an Swing- und Daytrader. Die genannten Tradingszenarien beziehen sich auf die Schlusskursbasis im Stundenchart. Die komplette Analyse bezieht sich auf die Schlusskursbasis der Xetra-Kurse. Beobachten Sie die Entwicklung an den Märkten und handeln Sie zunehmende Wahrscheinlichkeiten, unabhängig ob long oder short!

 

Peter D.
Traden Sie was Sie sehen, nicht was Sie denken!

Die hier vorgestellten Kommentare und Marktanalysen sind keine Beratung oder Wertpapierdienstleistung im Sinne des Wertpapierhandelsgesetzes und stellen keine Handlungsempfehlung zum Kauf oder Verkauf jeglicher Art von Wertpapieren oder Derivaten dar. Für eventuell entstehende finanzielle Schäden wird keine Haftung übernommen. Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Analyse nicht investiert.

2 Gedanken zu „DAX – Rückblick KW18/2016 und Ausblick KW19/2016

  1. Kinki

    Auch wenn es nichts bzw. weniger mit dem ursprünglichen Thread zu tun hat, aber was ist die Meinung des Autors wie es um den primären Trend beim DAX bestellt ist? Ist dieser aufwärts, seitwärts oder abwärts gerichtet? Dasselbe beim S&P500. (Welcher Zeithorizont wird verwendet?)

    Antwort
    1. Peter D. Autor

      Der DAX befindet sich zwar seit etwas über einem Jahr in einer Abwärtsbewegung, jedoch würde ich weiterhin von einem mittelfristigen Abwärtstrend sprechen. Beim DAX würde ich von einem langfristigen Abwärtstrend sprechen, wenn der Index unter 8.300 fallen sollte. Der S&P500 ist lediglich 3,5% von seinem ATH enfernt. Definitiv kein langristiger Abwärtstrend. Beim S&P wir es m.E. kritisch wenn der Kurs unter 1.800 Punkte zurückfällt.

      Antwort

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