DAX – Rückblick KW10/2017 und Ausblick KW11/2017

Rückblick und Fakten:
Der DAX notiert am Ende der abgelaufenen Handelswoche bei 11.963 Punkten. Das entspricht im Wochenvergleich einem Kursverlust von 64 Punkten (-0,5%). Sowohl das Jahres-Tief 2016 (KW06 = 8.699 Punkten) als auch das Brexit-Tief fanden an der langfristigen logarithmischen Trendlinie (Tiefpunkte 2009/2011) die finale Unterstützung. Durch die mehrfache Bestätigung gewinnt diese Trendlinie an Relevanz. Die anschließende Trendbeschleunigung korrigierte in der mehrmonatigen Seitwärtsbewegung nicht bis zur Trendlinie (bullisches Signal). Der dynamische Ausbruch aus der Seitwärtsbewegung folgte in der KW49/16 und wurde mit Anschlusskäufen bestätigt. Die letzte Wochenkerze weist eine sehr enge Handelsspanne von 149 Punkten auf. Die 12.000 Punkte-Marke konnte nicht gehalten werden. Das Wochenhoch erreichte nahezu die 162%-Fibonacci-Extension. Die Rückkehrlinie des Trendkanals (blau) stellte erneut die Orientierung dar. Der SMA20 bildet sowohl mit dem SMA50 als auch mit dem SMA100 ein Golden Cross aus. Zudem wurde das Dead Cross von SMA50 und SMA100 in ein Golden Cross verwandelt. Der Aufwärtstrend ist intakt.

Nach der Brexit-Lücke in der KW25/16 und dem Tief bei 9.214 Punkten gelang dem Index eine rasche Erholung, die erst Anfang August 2016 an der Oberkante der Kurslücke (10.486 bis 10.743) vom Jahreswechsel 2015/2016 gestoppt wurde. Diese Kurslücke stellte sich über einige Monate als hartnäckiger Widerstand heraus. Letztendlich gelang der Ausbruch mit einer Kurslücke (grünes Rechteck unten) sowie Anschlusskäufen an den Folgetagen. Steigendes Volumen bestätigte den Ausbruch. Die enge Range der letzten Handelwoche fand ihre Unterstützung an der Oberkante der Kurslücke (grünes Rechteck oben), die in der KW09/17 entstand. Die Rückkehrlinie des Trendkanals und die psychologische Marke von 12.000 Punkten beschäftigen den Index weiterhin. Die nächstliegende Unterstützung stellt nach wie vor die obere Kurslücke (11.853 – 11.913 Punkten) dar. Danach folgen der SMA50 sowie die 11.650 Punkte-Marke. Die entscheidende Unterstützungszone wird jedoch durch die Kursmarken 11.480 und 11.380 Punkte markiert. Die erstgenannte Marke wurde in der KW03/17 getestet, jedoch schloss der Kurs nicht darunter.
Im Point&Figure-Chart (Stundenchart, Boxgröße = 1,0%, Reversal = 3) haben die Kursverwerfungen der KW25/16 ebenfalls ihre Spuren hinterlassen und eine Unterstützungszone im Bereich von 9.200 Punkte hervorgebracht. Das Überwinden der Widerstandszone (10.528 bis 10.634 Punkte) hat das Kursziel bei 12.975 Punkte aktiviert, das nach dem Ausbruch aus der Seitwärtsbewegung an Relevanz gewonnen hat. In der kommenden Handelswoche können die Kurse erneut durch einige interessante Wirtschaftsdaten beeinflusst werden. Neben dem wöchentlichen „DAX – Rückblick und Ausblick“ erstelle ich eine Umfrage zur DAX-Performance für die kommende Handelswoche. Ich freue mich, wenn Sie sich die Zeit nehmen und an der Umfrage teilnehmen.


Ausblick und Timing für Trader:
Ausblicke und Prognosen betrachte ich in Wenn/Dann-Szenarien und finden bei meinen Einschätzungen ihre Relevanz auf Schlusskursbasis im Stundenchart. Alle folgenden Szenarien finden ihre Gültigkeit und Umsetzung nur dann, wenn die Kriterien auf Schlusskursbasis im Stundenchart zutreffen!
Im Stundenchart können Sie die Kursbewegungen der letzten beiden Handelswochen nachvollziehen. Die o.g. Kurslücke ist deutlich zu erkennen. Das Triple Cross Over-System (SMA8, 21 und 42) weist ein bestätigtes Kaufsignal aus.
Folgende Tradingszenarien lassen sich ableiten:
Steigt der DAX über 12.110 Punkte, können neue Longpositionen eingegangen werden bzw. können bereits gehaltene Positionen aufgestockt werden. Das Signal sollte vom Trendfolgeindikator MACD untermauert werden. Fällt der Index hingegen unter 11.860 Punkte zurück, können spekulative Shortpositionen lukrative Alternativen darstellen. Rechnen Sie im Kursbereich von 11.690 bis 11.730 Punkten mit Gegenbewegungen. Die komplette Analyse bezieht sich auf die Schlusskursbasis der Xetra-Kurse. Beobachten Sie die Entwicklung an den Märkten und handeln Sie zunehmende Wahrscheinlichkeiten, unabhängig ob long oder short!

 

Traden Sie was Sie sehen und nicht was Sie denken!
Peter D.

Die hier vorgestellten Kommentare und Marktanalysen sind keine Beratung oder Wertpapierdienstleistung im Sinne des Wertpapierhandelsgesetzes und stellen keine Handlungsempfehlung zum Kauf oder Verkauf jeglicher Art von Wertpapieren oder Derivaten dar. Für eventuell entstehende finanzielle Schäden wird keine Haftung übernommen. Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor kann in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Analyse investiert sein.

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